Die Bergkette des Monte Baldo zieht sich über ca. 40 km von Nord-Osten nach Süd-Westen, sie hat eine Oberfläche von ca. 320 Quadratkilometern und erhebt sich von 65 Metern bis auf 2.218 Meter ü.d.M. zu ihrem höchsten Gipfel, Valdritta. Die beiden Seeufer unterscheiden sich erheblich voneinander: im Westen ist es steil abfallend, mit Gebirgswänden, Felstürmen und eingewachsenen engen Bergschluchten; die Ostseite ist weit weniger felsig und reich an Wiesenlandschaften.
Vom See bis hoch zu den Gipfeln verändern sich Klima und Vegetation ständig: im Tal rund um den See liegt, begünstigt durch das milde Klima, ein immergrüner Gürtel mit mediterraner Flora, Olivenhainen, Weinbergen, Oleander, Zitrusfrüchten, Lavendel. Ab etwa 400 Metern ü.d.M. beginnen Eichen- und Kastanienwälder, die ab etwa 800 Metern in Kiefern- und Eschenwälder übergehen. Ab 1.000 Metern ü.d.M. findet man Buchenwälder mit teilweise Jahrhunderte alten Bäumen. Oberhalb von 1.600 Metern werden sie von Tannen abgelöst.
Der Monte Baldo wurde wegen seines Pflanzenreichtums in der Vergangenheit auch “Hortus Europae”, Garten Europas, genannt. Auch die Tierwelt des Monte Baldo ist außergewöhnlich, hier findet man etwa 900 verschiedene Schmetterlingsarten, einige von ihnen existieren nur dort, und viele andere Insektenarten.
Hier tummeln sich Murmeltiere, Königsadler, Gämsen, Rotwild, Eichhörnchen und Hasen.
Grund für diese Flora- und Faunavielfalt sind die große Uneinheitlichkeit, Wechselhaftigkeit und Abgeschiedenheit der baldensischen Bergkette: diese spiegelt sich auch im Farbenreichtum des Gardasees: sein Wasser reicht von tiefblau bis smaragdgrün, auf den Bergen sieht man sämtliche Grünschattierungen, und alles strahlt im hellen Licht der Sonnenstrahlen auf dem glitzernden See.
DIE SEILBAHN VOM MONTE BALDO
Eine hochmoderne Seilbahn fährt an den Hängen des Baldo von Malcesine bis hoch zum Tratto Spino. Von dort reicht der Ausblick über den ganzen See, von Norden nach Süden. Mit der Seilbahn erreicht man zunächst die Station ‘San Michele’ auf ca. 600 Metern Höhe. Von dort aus fährt man in einer Drehkabine, die allen Mitfahrenden einen spektakulären Rundum-Ausblick um 360° bietet, weiter bis hoch zum Gipfel auf 1.780 Metern. Im Winter gibt es dort oben eine kleine sehr suggestive Skihütte, die atemberaubende Aussichten gewährt, unterm Jahr ist der Berggipfel des Baldo Startrampe für Paraglider und Ausgangspunkt für zahllose Wanderungen oder Abfahrten für Mountainbike-Begeisterte.
Fuer diejenigen die auch die Skaliger Burg besuchen moechten, gibt es eine neue Fahrschein und die kostet 20 euro statt 24. Fragen sie bitte an der Seilbanh Kasse.
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